Museum of Modern Art

Kaliningrad, 7. Tag Donnerstag, 10.09.15

Museum of Modern Art

HMuseum of modern arteute Vormittag machen wir uns auf zum Museum of modern art. Wir haben uns erkundigt und wissen, dass wir bis zum Kaliningrad Hotel gehen sollen. Von dort ist der weitere Weg auf Straßenkarten nicht zu erkennen. Als wir einen Mann entdecken, der an einer Hauswand sitzt und seine gebrauchten Bücher anbietet, kommt Hans mit ihm ins Gespräch. Ja, er sei Lehrer gewesen. Den Weg zum Museum versucht er zu beschreiben, wird aber von einer Dame unterbrochen. Sie kennt den Weg genau, bricht aber bei dem Versuch ihn zu erklären plötzlich ab und meint:“ Ach, ich gehe mit Ihnen. Das ist zu kompliziert.“und tatsächlich marschieren wir zügig um etliche Ecken und auf Treppen so etwa 10 min. dorthin. Sie erzählt, ihr Mann wäre als Offizier in Stralsund stationiert gewesen.  Sie aber habe ihr Deutsch ganz vergessen. Sie macht einen gepflegten eleganten Eindruck.Hans gab ihr zum Abschied seine Visitenkarte. Ohne ihre Hilfe hätten wir nie hierher gefunden. Von außen tritt das Museum als solches nicht in Erscheinung. Wir sind überrascht, als wir durch die unscheinbare Eingangstür treten und bezahlt haben, über die großzügigen hellen Räume. Wir sind die einzigen Besucher. Zuerst führt man uns zum Käte Kollwitz Saal. Diese Künstlerin ist in Königsberg geboren. Da wir ihre Museen in Köln und Moritzburg kennen, halten wir uns nur kurze Zeit in dem großen Saal mit vielen ihrer Werke auf. Zur Zeit gibt es eine Sonderausstellung von Graphiken baltischer Länder und Russlands.
Uns beeindrucken die vielen großartigen ideenreichen Drucke, z.T. in riesigen Formaten. Schließlich besuchen wir noch die Russland DruckDauerausstellung. Hier finden wir sowohl russische moderne Gemälde sowie in der oberen Etage für die sozialistische Ära typische Werke.
So sieht man dargestellt arbeitende Menschen wie Fischer, Frauen in der Maschinenfabrik und Menschen in der Sowchose, Helden der Arbeit.

 

Überraschungsfahrt

Fischer Gemälde– Wieder draußen erholten wir uns in einer Anlage mit Marinedenkmal auf einer Bank in der gleißenden Sonne. Das Den
Boot Russlandkmal bestand aus einem Boot und einer in den Himmel ragenden weißen Skulptur.

Auf den angewärmten Fliesen um uns herum saßen die Tauben und genossen die Wärme genauso wie wir. Der Dom wies uns die Richtung. Wir beschlossen in einem Lokal am Pregel zu essen. Wir hatten draußen schon Platz genommen, als mir ein Schild auffiel, das offenbar für eine Bootstour warb. Am Geländer stand ein Mann, der wie ein Werber aussah. Das Boot lag unten an der Treppe. Hans sprach ihn an und siehe da, es waren noch 2 Plätze frei und wir sollten gleich ablegen.
Es war eine herrliche Fahrt vorbei am
Dom entlang dem Museumshafen durch die Hebebrücken und an einigen Schiffen vorbei. Die vielen Kräne, die nicht mehr genutzt werden ergaben interessante Fotomotive. Die Fahrt dauerte 40min.Kran Reise Blog

 

 

 

 

 

Begegnung mit einer Rentnerin

P1100317Danach gingen wir über die Brücke in das unsschon bekannte Cafe´. Hans lud mich zum Schaschlik ein. Wir machten uns auf den Heimweg, ruhten uns im Zimmer etwas aus und starteten zum Kaufhaus, um für mich Aquarellfarben zu kaufen. Wir bummelten noch ein bisschen durch das Center. Als wir heraustraten, sprach uns eine Dame in meinem Alter an, ob wir Deutsche seien. Es stellte sich heraus, sie ist Wolgadeutsche, spricht Deutsch, war Musiklehrerin. Ihre Rente beträgt ungefähr 100€. Hans gab ihr seine Visitenkarte und 10€. Ich schrieb auch meine E-Mail-Adresse drauf. Jetzt verstehen wir auch, warum wir so Mütterchen an der Straße stehen sehen und betteln. Besonders eine fällt uns immer auf, die ganz hoffnungslos und elend aussieht.

 

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