Leninstatue

Asowsches Meer – 26.04.2016, Rostov am Don

Stadtrundfahrt

Die Stadtrundfahrten sind auf dieser Flusskreuzfahrt alle inclusive. Bei unserer Rundfahrt erfuhren wir einiges über Rostov. Die Zweimillionenstadt liegt im Mündungsgebiet am Don ca 50 km vom Asowschen Meer entfernt. Bis Moskau sind es 3139 Flusskilometer. Die Stadt war früher zweigeteilt. Es gab die Stadt Rostov und die Stadt der Armenier Nachitschewan, die damalige armenische Hauptstadt. Auf der Fahrt wurde uns die ehemalige Stadtgrenze gezeigt. Auch heute wohnen hier überwiegend Armenier.

Sehenswürdigkeiten

Wir genossen die Fahrt entlang der Promenade. Man machte uns aufmerksam auf großartige Brunnen und Denkmäler. Natürlich fehlte auch eine Leninstatue nicht. Ebenso kamen wir an einer Karl Marx Statue vorbei. Es war sonnig und frühlingshaft warm. Während es in Dresden noch Temperaturen kaum über 13 ° gab und die Natur dementsprechend zurück war, blühte hier schon der Flieder.Asowsches Meer Urlaub  Die Verkehrsverhältnisse sind wie in vielen Großstädten unzureichend. Eine Metro befindet sich  im Bau und wird später für Entlastung sorgen. Eine bewaldete Insel auf dem Don mit schönem Strand am Ufer wird gern von Familien als Erholungsgebiet genutzt. Bei dem Platz mit der ewigen Flamme hielten wir uns eine Weile auf und sahen gebannt der Wachablösung zu.Kunstwerke Dabei bewegten sich die Soldaten mit Stechschritt, auch Soldatinnen gab es darunter. Wir hielten am armenischen Kulturpalast, in dem besonders viel Kindern und Jugendlichen geboten wird.

Freizeit

In einem der schönen Parks hatten wir eine Stunde Freizeit. Wir staunten, dass die Kastanienbäume schon in voller Blüte standen. Einige Wege waren gesäumt mit Ständen von Andenken. Unser Interesse galt jedoch einem Weg mit vielen kleinen Ölgemälden.Landschaftsbilder Viele waren kitschig, aber bei einigen handelte es sich um wirkliche kleine Kunstwerke. Hans schnappte mir die drei besten Bilder weg insgesamt für nur 710 Rubel. Ich war aber nicht sehr traurig, denn ich hatte die Idee, selbst zu Hause kleine Landschaftsbilder in Öl zu malen. Einige werde ich diesem Tagebuch hinzufügen.

Armenische Hochzeit

Die Stadtführerin erzählte uns, wie noch heute armenische Hochzeiten nach altem Brauch auf dem Lande gefeiert werden. Die Feier dauert drei Tage lang, erst im Haus der Braut, dann beim Bräutigam. Wer mit der Braut tanzen will, muss bezahlen. Das  Geld bekommen die Musiker. Dem Brautpaar werden Gold, Schmuck und Geld geschenkt.

Taganrog

Tschechows Geburtshaus
Tschechows Geburtshaus
laden der Eltern
laden   der Eltern

Nachmittag 14.15 Uhr. Nach dem Mittagessen fuhren wir zur Hafenstadt Taganrog. Die ca 250 000 Bewohner gehören 100 Nationalitäten an. Die Stadt verfügt über ein Kultur- und Handelszentrum. Es gibt eine Technische Universität. Die Stadt ist im ganzen Don Gebiet führend in Bezug auf die Industrie, wie z.B. Maschinen- und Flugzeugbau, besonders auch landwirtschaftliche Maschinen. Mit der Stadt verbinden sich viele Namen von Kulturschaffenden. So steht dort auch ein Puschkin-Denkmal. Sie ist Tschechows Heimatstadt. Wir besichtigten sein Geburtshaus, den Laden der Eltern und sein Gymnasium. Er lebte in ärmlichsten Verhältnissen und musste im Laden helfen, bis der verkauft wurde und seine Familie nach Moskau floh, damit der Vater wegen seiner Schulden nicht ins Gefängnis kam. Ihm selbst gelang es durch Nachhilfestunden seinen Lebensunterhalt zu verdienen und Abitur zu machen. Er bekam ein Stipendium und studierte Medizin. Als Arzt betätigte er sich überwiegend ehrenamtlich. Er verfasste mehr als 600 literarische Werke. Bekannt wurde er durch seine Theaterstücke.

Asowsches Meer

Auf der Rückfahrt setzten Hans und ich bei der Reiseleiterin durch, dass wir einen kurzen Umweg  zum Park am Asowschen Meer machten. Uns bot sich ein herrlicher Anblick, das Asowsche Meer war spiegel- glatt. Im Park gingen  Familien spazieren, kleine Kinder kurvten in E-Autos herum. Auf Segways fuhren größere Kinder und Erwachsene an uns vorbei. Man konnte diese Fahrzeuge mieten. Wir beide suchten am Strand nach einem Andenken und fanden schließlich jeder ein Schneckenhaus. Der Strand war wegen dem Tang und der Steine zum Baden nicht sehr einladend. Es war jedoch sowieso noch keine Badesaison. Aber die malerische Küstenlandschaft werden wir im Gedächtnis behalten.Asowsches Meer

Der Abend

Die Stadtführerin las auf der Rückfahrt im Bus  Gedichte von Tschechow  vor, leider kaum  verständlich. Wie so viele Russen gelang es ihr nicht, Wörter richtig zu betonen. Auch sprach sie viel zu leise. Um 20 Uhr kehrten wir erschöpft zum Abendessen an Bord zurück. Um 21.30 fand die obligatorische Rettungsübung mit Schwimmwesten an Deck statt. Wir mussten den Anweisungen folgen und uns in Gruppen bei einem uns zugewiesenen Crewmitglied aufstellen. Die junge Ärztin half Hans in die Schwimmweste. Der  Kapitän stellte sich und seine Crew vor. Wegen der Dunkelheit konnte man nicht alle Besatzungsmitglieder gut erkennen.

 

 

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