Uljanowsk Lenin, 02.05.2016,( 2.Osterfeiertag), Kreuzfahrt Don / Wolga

Uljanowsk

Frühgymnastik. Hans bekam von mir Tabletten. Wegen starker Strömung legten wir erst um 11 Uhr, statt um 10 Uhr in Uljanowsk an. In der Stadt leben fast 615 000 Einwohner. Bis 1924 hieß sie Simbirsk. Zu Ehren Lenin wurde sie umgenannt. Hans meinte zu meinem Vorschlag, einen Schirm mitzunehmen: „Wieso, wir sind doch sowieso immer drin „. Leider wurden wir sehr nass und mussten uns umziehen.

Wladimir Iljitsch Lenin

Wladimir Iljitsch Lenin

Unsere Führung in Uljanowsk war sehr gut, es ging vor allem um Lenin. Wir sahen die Zimmer im Familienhaus. Vaters Zimmer war wissenschaftlich orientiert. Er war Schulinspektor und richtete neue Schulen in seinem Distrikt ein. Die Mutter war sehr gebildet. In der Familie wurde jeden Tag eine andere Fremdsprache gesprochen. Der Bruder Alexander wurde wegen Zugehörigkeit zu den Sozialrevolitionären nach dem Attentat auf den Zaren Alexander II hingerichtet. Lenin war ein sehr guter Schüler. Vom Bruder erhielt er das Buch von Karl Marx „Das Kapital“. Er selbst schrieb das Buch „Was tun?“. Er wurde zum Führer des russischen Proletariats und Begründer der Partei der Bolschewiki. Stalin übernahm in den 20ger Jahren die Macht,. Die Besichtigung des großen Museums fiel mehr oder weniger dem schlechten Wetter zum Opfer. Auch der Blick von der Terasse auf die Wolga, den Hafen und einen großen Teil der Stadt mit Brücken usw. wurde durch den Nebel stark getrübt.

Beschäftigungen an Bord

Um 13.30 kehrten wir zum Mittagessen auf das Schiff zurück. Um 16.30 sang Hans im Chor, war aber mit der Organisation völlig unzufrieden. Die russischen Lieder wurde nur jeweils zweimal  vom Texblatt gelesen (Umschrift) und zweimal gesungen. Keine Ausspracheübung. Ich malte inzwischen das dritte Bild :“ Rodina Mat`“.

Dichterlesung Puschkin

Abends gingen wir zur Dichterlesung über Puschkin. Die russische Moderatorin erzählte etwas zu seiner Biografie. Er gehörte zum Adel, war Frauenheld, hatte ständig Spielschulden, hatte 4 Kinder und eine der schönsten Frauen, für die er sich duellieren mußte, wobei er tödlich verletzt wurde und mit 37 Jahren sein Leben zuende ging. Von den Russen wird er als größter russischer Dichter verehrt. In Auszügen wurden Gedichte in Deutsch und Russisch vorgetragen, wobei das Deutsche besser von einem Deutschen hätte gelesen werden müssen. So schrecklich war der Akzent der Vortragenden.

 

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