Starnd Rauschen

Rauschen, Dienstag, 12. Tag, 15.09.15

Erledigungen am Vormittag

Heute blieben wir bis Mittag im Zimmer und auf dem Balkon. Wir erledigten Post. Dann machten wir uns auf den Weg, Hans‘ Bernstein vom Juwelier abzuholen.

Bernsteinanhänger
Bernsteinanhänger

Dabei bummelten wir wieder an den schönen Häusern aus deutscher Zeit vorbei. Wir holten den Anhänger und aßen im Lokal „Der alte Doktor“ eine Suppe Borschtsch. Hans kam mit dem Wirt ins Gespräch. Früher war das Haus eine Schule für Krankenschwestern. Das Lokal war eine alte deutsche Gaststätte, wie man heute noch innen am Gestühl und der Theke mit Barhockern sieht. Der Wirt meinte, dass die Deutschen von den USA abhängen. Er hatte kein Verständnis, dass Merkel alle Flüchtlinge aufnimmt. – Auf dem Rückweg kauften wir Obst, da es zum Frühstück keins mehr gibt. Wir sind nur noch 5 Gäste in dem riesigen Haus. Es gab heute Morgen kein Buffet, nur nach Karte, sehr bescheiden, alles zugeteilt. Mit Mühe konnte Hans genügend Tee durchsetzen.

Die Philharmonie

Wir gingen wieder zur Philharmonie, wo fieberhaft gearbeitet wurde. Wir konnten sogar nach oben gehen, natürlich nur außen herum. In den geschwungenen Glaswänden spiegelt sich der umgebende Birkenwald. Einige der Handwerker legten gerade Leitungen, andere verkleideten das ungewöhnlich geformte Gebäude mit wie Schweizer Käse durchlöcherten Stahlplatten, die herrlich in der Sonne glänzten.Gebäude Russland Es war nichts abgesperrt, keiner hielt uns an. Obwohl das Gebäude noch nicht ganz fertig ist, wurde der 2000 Personen fassende Konzertsaal schon eingeweiht. Sogar Putin nahm daran teil mit anderen Ehrengästen. – Zu Hause machten wir eine Teepause und aßen den Kuchen vom Frühstück.

Strand

Dann stiegen wir die 300 Stufen zum Strand hinab. Wieder begegnete uns ein Taucher mit Sauerstoffgerät. Er erzählte, er würde 4 – 6 m hinab tauchen. Unten angekommen gingen wir wieder barfuß am Strand.Starnd Rauschen Das Wasser war nicht so kalt wie gestern. Wir pausierten ein wenig auf einem Baumstamm. Nur wenige Menschen hielten sich hier auf. Eine Frau ging sogar mit ihrem Bullterrier ins Wasser und schwamm etwas hinaus. Als sie wieder an Land war und sich ausruhte, kam eine Frau mit zwei Schäferhunden vorbei. Der Bullterrier stürzte sich auf sie. Nur mit viel Mühe konnte seine Besitzerin ihn festhalten. Ebenso brauchte die andere Frau viel Kraft , ihre Hunde zurückzuhalten. Das ging natürlich unter wütendem Gebell ab. Wir gingen langsam zurück. Bei der erfolglosen Suche nach Bernstein sahen wir im Sand nur winzige silbrig glänzende Fische und einige Quallen. Die Luft war schwül.fast gewittrig und machte uns beim Aufstieg zu schaffen. Unten schwirrten kleine schwarze Fliegen um uns herum.

Begegnung

Oben ruhten wir uns auf der runden Bank aus. Es saßen dort schon 3 Männer. Als diese aufbrachen, begrüßten sie uns mit „Guten Tag“. Hans diskutierte mit ihnen. Sie waren befreundete Kapitäne und hatten von den Ostdeutschen eine gute Meinung. Die Westdeutschen fanden sie arrogant. Deutschland hängt von USA ab, fanden auch sie. Sie verabschiedeten sich freundschaftlich und wir gingen auf unser Zimmer, um zu essen, zu schreiben und aufzusprechen.

 

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.