Rauschen, Mittwoch, 13.Tag, 16.09.15

Hans im Pech

Dieser Tag war ein Pechtag, besonders für Hans. Nach dem Frühstück musste er dauernd zum Klo. Wahrscheinlich war ihm nicht bekommen, auf den hastig gelöffelten eiskalten Joghurt heißen Tee zu trinken. ZumGlück hatte ich Tabletten mit, die bald die Gedärme wieder beruhigten. Wir machten uns auf den Weg zur Post. Der holperige Weg bergauf an den Plattenbauten vorbei machte ihm zu schaffen, besonders ein Bein tat ihm sehr weh. Dann suchten wir den Juwelier auf, da Hans für Inge einen Anhänger kaufen wollte. Leider geschlossen. In dem riesigen Geschäft gegenüber war nur hässliche Massenware, wie wir wieder feststellen mussten.

Leckeres Mittagessen ???

Auf dem Rückweg wollte Hans mit mir in einem sehr vielversprechenden Lokal richtig Mittagessen. Aber was war das für ein Reinfall! Aus der umfangreichen Speisekarte wählten wir Fisch aus, ich Lachs auf Pilzgemüse, Hans eine gefüllte Forelle. Mein Pilzgemüse war ein sauer schmeckender Zwiebelpilzmatsch, nach dem ich immer aufstoßen musste. Der Höhepunkt war Hans‘ Fisch, auf den wir eine halbe Stunde hatten warten müssen. Wie eine Forelle sah er nicht aus,gebraten schon gar nicht, dick und schuppig. Hans meinte Kugelfisch. Beim ersten Happen Entsetzen. Der war ja noch roh. Es dauerte lange, bis die Kellnerin kam. Sie nahm den Fisch auf Hans‘ Hinweis ohne Kommentar weg. Er sagte:“ Den esse ich nicht mehr, mir ist der Appetit vergangen.“ Mir war auch schon bei meinem Mahl der Appetit vergangen. Wir warteten bei wie fast überall hier hässlicher Musik , bis sie wiederkam und Hans bezahlen konnte.

Trost am Nachmittag

Mir tat er leid, da er nur zwei Scheibchen Brot im Magen hatte. Trotzdem bestand er darauf, an den Ständen in der Leninskaja nach einem Anhänger für Inge und einem Ring für mich zu suchen. Einen Anhänger fanden wir an einem Stand mit einer jungen desinteressierten Verkäuferin, die während des Verkaufs unentwegt telefonierte. Als Hans sie wegen ihres schlechten Benehmens ansprach, nahm sie das ungerührt hin. Den Ring fanden wir nach langem Suchen an einem Stand mit einer sehr engagierten freundlichen Verkäuferin. – Vom Königsbäcker holten wir zwei wirklich leckere mit Obst gefüllte Stück Kuchen. Zu Hause hatten wir damit eine herrliche Teestunde bei Sonnenschein auf dem Balkon.

 

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