Landkarte Königsberg Kaliningrad

Reisebericht Kaliningrad / Königsberg ,04.-18.09.15

Reiseplanung

Endlich im September letzten Jahres wurde mein Traum wahr, in die Geburtsstadt meiner Mutter zu fliegenReisebericht Kaliningrad, in das frühere Königsberg, das heute Kaliningrad heißt . Vor allem
informierten wir uns schon mal im Internet und in Büchern über die russische Exclave Kalingrad mit der Stadt Kaliningrad. Das Gebiet grenzt an Polen im Süden und Litauen im Norden und Osten, im Westen liegt es an der Ostseeküste. Touristen brauchen ein Visum.

Buchung und Visum

Monate vorher buchten mein Freund und ich im Reisebüro den Fernbus von Dresden nach Berlin, den Flug von Berlin nach Kaliningrad und vor allem das Hotel in Kaliningrad. Erst mit dem russischen Hotel Voucher, der gewissermaßen als Einladung gilt, kann man das Visum beim Visa Dienst Bonn beantragen.Guten Glaubens schickten wir die Unterlagen Pass, ausgefüllten Fragebogen,Gehaltsnachweis, Krankenversicherung gültig für Russland und Hotelbuchung nach Bonn, erhielten auch das Visum. Zum Glück kann ich die russische Schrift lesen und stellte fest, dass wir offenbar nur für 3 Tage das Visum erhalten hatten statt wie geplant für eine Woche Königsberg und anschließend eine Woche Swedlogorsk, das frühere Rauschen. Also musste der ganze Vorgang wiederholt werden.

Fernbus Dresden – Berlin Tegel

Schließlich saßen wir glücklich mit allen nötigen Papieren und Stempeln früh morgens am 04.09.2015 im Fernbus nach Berlin. Wir genossen die Fahrt, hatten das Glück hinter dem Fahrer zu sitzen, so dass wir freie Sicht hatten.Es war allerdings zunächst sehr nebelig, bis dann doch die Sonne hervorkam. Es herrschte kaum Verkehr. Noch vor 10.00 Uhr kamen wir in Tegel an.

Flughafen Berlin Tegel

Unsere Gepäckabgabe lief reibungslos. Der junge attraktive Schalterbeamte war sehr freundlich. Dem Aussehen nach kam er vielleicht aus einem der mittelasiatischen Staaten. Er hatte dunkle Hautfarbe, gewelltes schwarzes Haar und freundlich blitzende schwarze Augen. Er machte noch Späßchen und sagte lachend zu meinem Begleiter:“ Sie kenne ich doch von irgendwoher.“ Froh ohne die Koffer verbrachten wir die Wartezeit oben im Restaurant.

Flug nach Kaliningrad

Gegen 12.30 Uhr stiegen wir in die kleine Maschine, die nur halb voll war. Nach einer guten Stunde Flugzeit trafen wir in Kaliningrad ein. Der Flug mit Air Berlin war bis auf wenige stürmische Minuten ruhig verlaufen. Die deutschen Stewardessen und der Pilot waren sehr freundlich.

Ankunft Kaliningrad

Bei der Passkontrolle dauerte es eine Weile, bis man abgefertigt wurde. Man wurde aufgefordert durch Gesten der Beamten zum Glaskasten vorzutreten. Der dort sitzende Beamte sah ohne eine Miene zu verziehen etliche Male immer wieder auf das Passbild und ins Gesicht, ob die Person auch wirklich diejenige auf dem Foto ist. Irgendwie kam man sich wie fast wie ein Verbrecher vor und man war froh, wenn man schließlich den Pass zurück erhielt mit Stempel und einem Formular für das Hotel.

Wo bleiben die Koffer?

Auf unsere Koffer warteten wir lange Zeit vergeblich. Längst war schon das Band für eine Maschine aus St. Petersburg durchgelaufen. Mein Begleiter, der fließend Russisch spricht, fragte schließlich einen jungen Mann. Der wies uns zum Büro. Und da standen unsere beiden Koffer. Die Beamtin eine unfreundliche vierschrötige uniformierte ältere Person  erklärte barsch, es hätte ein Abschnitt gefehlt, aber wir dürften sie mitnehmen. Im Hotel stellten wir fest, dass der Koffer von meinem Freund Hans geöffnet wurde. Offenbar war bei der Röntgenkontrolle sein Flachmann mit Cognac aufgefallen. Jedenfalls leckte die Flasche seitdem, notgedrungen leerten wir sie bald und warfen sie dann weg. Der freundliche Fahrer, der mit unserem Namensschild in der Halle in der Nähe stand, hatte geduldig auf uns gewartet. Nach einer zügigen Fahrt auf einer sehr neu aussehenden  Autobahn kamen wir in seinem Mercedes- Taxi im 4-Sterne-Hotel Radisson an.

Ankunft im Hotel

Bei dem Hotel handelt es sich um ein modernes Gebäude mit prächtigem Foyer mit Geschäften, Bar und Restaurant. An der Rezeption wurden wir schnell und freundlich von jungen Angestellten abgefertigt. Mit dem Fahrstuhl gelangten wir in unser komfortables Zimmer. Wir staunten nicht schlecht, als wir den großen geschmackvoll und zweckmäßig eingerichteten Raum betraten, der außer dem Bett noch über eine gemütliche Sitzecke, Schreibtisch, Fernseher und Teeküche verfügt. Ebenso luxuriös ist das Badezimmer mit Badewanne und Dusche. Durch die großen Fenster an der Sitzecke fällt der Blick direkt auf die 1995 fertig gestellte Christi Erlöserkirche mit ihren prächtigen goldenen Kuppeln.Wir packten schnell unsere Koffer aus.

Erster Abend

Dann machten wir uns auf den Weg nach draußen , um die nähere Umgebung zu erkunden. Das Hotel liegt unweit eines großen Platzes dem Platz des Sieges.20150905_105948 Man befindet sich mitten im Stadtzentrum. Vom Platz aus sieht man auf die verkehrsreichen vielspurigen Hauptstraßen, auf denen auch Straßenbahnen und Busse fahren. Auf den Bürgersteigen bewegen sich jederzeit unendlich viele Menschen.

Die MarkthallenReisebericht Königsberg

Wir suchten die Markthallen auf, die auf der Rückseite unseres Hotels liegen. Wir gingen an den langen Gassen entlang und konnten uns nicht satt sehen an den unzähligen Ständen überquellend von Obst und Gemüse in leuchtenden Farben. Mit unserem an der Hauptstraße im Kantor getauschten Geld ( 76 Rubel = 1€) kauften wir überreife riesige Pfirsiche, Weintrauben und exotische süße Früchte, die wir nicht kannten. Wir nahmen auch noch Brot, Butter und Wurst mit und machten uns das beim Abendessen in unserem Zimmer gemütlich. Das war wirklich ein langer Tag gewesen. Wir waren um 4.00 Uhr aufgestanden, um 5.30 mit dem Taxi zum Neustädter Bahnhof gefahren, von dort mit dem Fernbus nach Berlin Tegel gebracht worden, später mit dem Flieger in Kaliningrad angekommen und dort in das vom Hotel geschickte Taxi gestiegen. Jetzt waren wir froh, dass wir in Ruhe den Tag beenden konnten.

 

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.